Kurz & Knapp

Wettbewerb: miteinander - gegeneinander. Jung und Alt in der Geschichte
Autoren: Altok, Mert, u. a. (12 Verf.)
Nr. 2007-1227,
1. Preis

Tutor: Werner Ostendorf
 
Deutschland
RHEINLAND-PFALZ
Rabanus-Maurus-Gymnasium
55116 Mainz
Klasse 06

50 S., ms., Anhang (120 S.) mit Materialien und Interviewtranskripten, Anlage: 1 selbst entworfenes Brettspiel und Spielplan und 1 DVD mit Dokumentation

Mensch erzähl mir was!

Schüler mit Tutor Werner Ostendorf vor dem RaMa

Jung und Alt spielen miteinander und gegeneinander

Bei dem Beitrag einer sechsten Klasse handelt es sich um ein selbst entworfenes Gesellschafts-spiel, das junge und alte Menschen dazu bringt, sich gegenseitig aus dem eigenen Leben zu erzählen, um im Spiel voneinander zu erfahren und zu lernen. Die Verf. entwarfen das Brettspiel nach der Durchführung und Auswertung von insgesamt 55 Zeitzeugeninterviews mit Personen aus drei Generationen sowie mit Hilfe von privaten Bildern und Dokumenten, die sie durch Zeitungsartikel ergänzten. Anhand von Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet ordneten die Verf. ihre Erkenntnisse in den jeweiligen zeithistorischen Kontext ein.  Zunächst schildern die Verf. die Geschichte des Spielens und stellen bekannte Spiele anhand einer Zeitleiste von 2800 v. Chr. bis in die Gegenwart vor. Dazu besuchten die Verf. einen Laden in Mainz, der seit 81 Jahren Kinderspielzeug verkauft, und befragten den Geschäftsinhaber und dessen Mutter zum Kaufverhalten von Kindern und Erwachsenen im Laufe der letzten Jahrzehnte. Im Anschluss analysieren die Verf. den historischen Wandel des Spielverhaltens im Kontext der Generationenbeziehungen, indem sie die selbst entworfenen Fragebögen der Interviews auswerten, die Aufschluss über die Lebensumstände und das Spielverhalten der Zeitzeugen geben. Als Vorlage für ihr selbst entworfenes Brettspiel diente den Verf. das Spiel 'Mensch ärgere dich nicht'. Gelangen die Spieler auf gekennzeichnete Felder, so müssen sie Erzählkarten mit Stichworten ziehen und eine passende Geschichte aus ihrem Leben erzählen. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen früher und heute, zwischen Jung und Alt und zwischen unterschiedlichen kulturellen Hintergründen thematisiert. Die Schüler dokumentieren in ihrem Beitrag auch die eigenen Erfahrungen beim Erproben ihres Spiels mit Senioren im Alterswohnheim oder mit den eigenen Großeltern und reflektieren hierbei die Veränderungen, die das Spiel und seine Regeln erfuhren.